Lippstadt – Showdown im Pokal: Im Endspiel stehen sich mit dem SuS Bad Westernkotten und dem SV Lippstadt die absolut besten heimischen Teams gegenüber. Die Kurort-Kicker erreichten das Finale ohne Gegentor und wissen, dass die Schwarz-Roten eine Rechnung mit ihnen offenhaben.
Finale
Weissenburg-Kreispokal
SuS Bad Westernkotten - SV Lippstadt (Donnerstag, 15.30 Uhr, Sportzentrum Dedinghausen)
„Die Schlammschlacht vom Schottenteich“ – viele Fans des heimischen Fußballs werden sich noch an das dramatische Viertelfinale am 27. November 2024 erinnern, als der SuS Bad Westernkotten den SV Lippstadt im Dauerregen auf wadentiefem Boden nach einer hochdramatischen Partie im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb kegelte. „Irregulär“, wüteten damals die (für einige schlechten) Verlierer aus der Oberliga. Da scheint also noch eine gehörige Rechnung offen zu sein, was dem Endspiel zusätzliche Brisanz verleiht. Beide Finalisten (der SV Lippstadt über die Liga) sind übrigens schon im Vorfeld für den Westfalenpokal 2026/27 qualifiziert.
„Wir freuen uns auf das Spiel und auf viele Zuschauer, auch wenn das Wetter wohl nicht so prickelnd wird“, so SuS-Coach Evin, um dann augenzwinkernd hinzuzufügen, „na ja, so schlecht wie beim letzten Aufeinandertreffen wirds wohl nicht.“ Für den Bad Westernkötter Trainer liegt der Fokus allerdings auf der Meisterschaft. Seine Mannschaft ist mit zwei Punkten Tabellenführer in der Landesliga 2 und will unbedingt hoch in die Westfalenliga. Im Pokalfinale sieht er seine Elf als Außenseiter: „Aber dieser Rollentausch muss ja nicht schlecht sein!“
Über den Endspiel-Gegner sagte Evin, der eventuell einige seiner Akteure für die Meisterschaft schont: „Der SV Lippstadt besitzt viel Qualität. Mehr als die Mannschaft, die wir damals im Viertelfinale geschlagen haben.“
Auch für SV-Trainer Bechtold ist die „Schlammschlacht vom Schottenteich kein Thema mehr: „Ich blicke voraus. Es ist doch toll für die Region, dass im Finale zwei Teams aufeinandertreffen, die in dieser Saison sehr, sehr gut unterwegs sind. Ich freue mich drauf.“ Der Coach kündigte auch mit Blick auf einen immer noch möglichen Regionalliga-Aufstieg personelle Veränderungen an, wobei Kohl, Beermann, und Lee gesundheitlich angeschlagen sind.
Über den Kontrahenten sagte der 35-Jährige: „Ich hoffe, dass der SuS Bad Westernkotten aufsteigt. Die Mannschaft mit vielen Lippstädter Jungs spielt einen sehr guten Ball. Die wird sich das nicht mehr nehmen lassen. Eine tolle Geschichte. ich habe großen Respekt davor.“ Bechtold machte aber ebenso unmissverständlich klar: „Wir wollen den Pott!“
Der Weg beider Mannschaften ins Finale:
SuS Bad Westernkotten: 2:0 bei Viktoria Lippstadt (Wertung), 7:0 beim SuS Cappel, 5:0 beim VfL Hörste/Garfeln, 3:0 beim FC Mönninghausen
SV Lippstadt: 7:0 bei Germania Esbeck, 6:2 beim TuS Ehringhausen, 4:0 beim TuS Lipperode, 8:0 beim SV BW Rixbeck-Dedinghausen