Zwei Standard-Treffer bringen den SV Lippstadt in der Oberliga Westfalen zurück in die Erfolgsspur. Nach Muja-Freistoß traf Abwehrmann Lukas Wulf in der 18. Spielminute per Kopf zur 1:0-Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Schermbecker Ausgleich setzte Maximilian Franke das Leder herrlich in die gegnerischen Maschen zum 2:1. Den Vorsprung verteidigten die diesmal in Weiß auftretenden Lippstädter mit Mann und Maus über die Ziellinie.
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt - SV Schermbeck 2:1 (1:1)
Lippstadt – Gute Personal-News gab es bereits am Freitagabend vor dem Abschlusstraining im Lippstädter Lager: Torhüter Luca Beermann gab nach seiner leichten Gehirnerschütterung grünes Licht für einen Einsatz.
Äußerst schwungvoll starteten Beermanns Vorderleute in die Partie. Der auf Links die Linie rauf und runter rennende Louis Neugebauer probierte es früh mit einem ersten Abschluss (2.). Dören (3.) und Muja (5.) schnupperten ebenfalls am Führungstreffer. Von Lippstädter Seite war eine gute Energie auf dem Platz. Schermbeck meldete sich erstmals in der 12. Spielminute durch El Mansoury an. Dann durfte Lippstadt das längst überfällige 1:0 bejubeln. Nach Muja-Freistoß platzierte Lukas Wulf mit Hilfe des Innenpfostens die Kugel im Netz (18.). Dieser Treffer wirkte wie eine Erlösung nach torarmen letzten Wochen. Ein kurzer, aber heftiger Schock war dann der 1:1-Ausgleich nach gut einer halben Stunde. Schermbeck kombinierte sich über Gedikli und Krechting über die rechte Seite in den Lippstädter Strafraum, wo Jonas Erwig-Drüppel eiskalt vollstreckte (28.).
„Danach haben wir gut zehn Minuten gebraucht, das Spiel aber nicht komplett aus der Hand gegeben“, sah SV-Trainer Felix Bechtold wie sich sein Team gegen diesen Nackenschlag aufbäumte. Etwas Zählbares sprang im ersten Durchgang aus Lippstädter Sicht aber nicht mehr heraus.
Mit einer weiterhin guten Dynamik und viel Energie kamen die Platzherren dann aus der Kabine, in der es laut Bechtold ziemlich ruhig und sachlich zugegangen sein soll. Herrlich anzuschauen war die erneute Lippstädter Führung durch Maximilian Franke (53.). Den Freistoß holte er selber heraus und platzierte ihn dann gefühlvoll über die Mauer ins Netz. Bechtold: „Für Franke freue ich mich heute explizit.“
Schermbecks Harbering hat das 2:2 auf dem Kopf
Danach boten sich den Lippstädtern viele Kontersituationen, die aber teilweise zu schlampig zuende gespielt wurden. Schermbeck warf in der Schlussphase alles nach vorne und hatte durch den Abwehrhünen Harbering die Riesenmöglichkeit auf den neuerlichen Ausgleich, doch sein Kopfball war zu unplatziert (82.).
Somit brachten die SVer den knappen Vorsprung über die Zeit. Der Sieg war alles in allem hochverdient und beschert der Mannschaft zwei freie Trainingstage, bevor am kommenden Samstag der Kracher beim Aufstiegsmitkonkurrenten ASC Dortmund ansteht. Die Forderung der SV-Anhänger nach dem Schlusspfiff war deutlich: Siegen, um weiter oben dranzubleiben!