SVL 08
Presse 23. April 2026

Finale Furioso in der Oberliga: So stehen die Chancen für den SV Lippstadt

Ordentlich zur Sache ging es im Hinspiel zwischen dem SV Lippstadt (in Rot; hier mit Fabian Brosowski, Nils Köhler, David Dören, Gentrit Muja, Fatih Ufuk v.l.) und dem ASC Dortmund. Die Schwarz-Roten siegten mit 1:0. Am Samstag sehen sich beide Teams in Dortmund wieder: Sollten die Lippstädter diese vorentscheidende Partie gewinnen, würden die Aufstiegschancen wieder deutlich steigen. Im Falle einer Niederlage wäre das Bechtold-Team wohl raus. ﹘ Foto: Frank Lütkehaus
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Die Krise ist vorbei: Der SV Lippstadt hat nach einer schwachen Phase wieder die Chance, in die Regionalliga aufzustieg. Ein Sieg beim ASC Dortmund am Samstag wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber bei einer Niederlage steht der Aufstieg in Frage.

Lippstadt – Spannend, spannender, kaum auszuhalten: Der Aufstiegskampf in der Oberliga geht in die Crunchtime. Mittendrin der SV Lippstadt, der weiter gute Chancen auf die Rückkehr in die 4. Liga besitzt, allerdings auf fremde Hilfe angewiesen ist.

Eins muss man ja sagen: Der Spielplan ist ’ne Wucht! Mit Westfalia Rhynern, ASC Dortmund, SG Wattenscheid und dem SV Lippstadt streiten offiziell sechs Runden vor Schluss noch vier Vereine um die Meisterschaft und Aufstiegsplätze. Gerade mal drei Punkte trennen dieses Quartett, wenn auch bei unterschiedlicher Anzahl der absolvierten Begegnungen. Rein theoretisch könnte sich auch Preußen Münster II noch Hoffnungen machen, aber die Zweitliga-Reserve hat bereits ihren Verzicht erklärt.

Das Schöne: Alle Topteams treffen in der Crunchtime noch aufeinander. Wenn man so will: Eine Mini-Meisterschaft mit maximaler Spannung, die es wahrlich in sich hat. Interessant: Die SG Wattenscheid empfängt alle drei Konkurrenten noch in der Lohrheide. Ob das ein Vorteil ist? Man könnte es vermuten, aber wer weiß das schon?!

Bleibt vorerst nur der Blick in die berühmte Glaskugel. Schauen wir also tief hinein in das runde Kristall.   Wie stehen die Chancen für den SV Lippstadt? Die Mannschaft von Cheftrainer Felix Bechtold ist in den vergangenen Wochen aus den Aufstiegsrängen gefallen und belegt aktuell Rang vier. Aus eigener Kraft können die Schwarz-Roten den Sprung in die Regionalliga West nicht mehr schaffen.

Chancen stehen 40:60

Kann der SV Lippstadt den Aufstieg in die Regionalliga West noch schaffen? Klare Antwort: Ja! Wir behaupten: Wenn das Bechtold-Team alle sechs noch ausstehenden Partien gewinnt, geht es hoch. Doch der Reihe nach: Fast alles hängt vom Ausgang des Auswärtsspiels am Samstag beim ASC Dortmund ab. Setzen sich die Schwarz-Roten dort durch und bestenfalls Westfalia Rhynern eine Woche später auch in Wattenscheid, dann können sie es wieder aus eigener Kraft schaffen. So oder so: Es wird ein sehr, sehr weiter Weg. Die Sportredaktion meint: Die Aufstiegschancen für den SV Lippstadt stehen 40:60. Ach ja, Sollten die 08er am Samstag verlieren, dann hieße es „Aus die Maus!“

Aber Ufuk und Co. zeigten sich nach einer kleinen Leistungsdelle beim 2:1 gegen den SV Schermbeck deutlich formverbessert. Jetzt steht das womöglich vorentscheidende Duell beim ASC Dortmund auf dem Plan – der Zweite gegen den Vierten. Wir wagen folgende These: Gewinnt der SV Lippstadt am Samstag in Aplerbeck, wäre der Regionalliga-Aufstieg wieder realistisch. Das beurteilt Präsidiumsmitglied Jürgen Borgmeier ähnlich: „Es ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns. Wenn wir uns in Dortmund durchsetzen, sind wir wieder in der Verlosung. Wenn nicht, wird es ganz schwer.“ Wir würden einen Schritt weitergehen und behaupten: Im Falle einer Niederlage ist der SV Lippstadt raus!

Die besten Chancen auf die Meisterschaft und den Aufstieg besitzt Westfalia Rhynern. Der Tabellenführer, der den SV Lippstadt zuletzt deutlich mit 3:0 in die Schranken wies, hat mit fünf Heim- und drei Auswärtsspielen das vermeintlich leichteste Restprogramm. Die schwierigste Aufgabe für die Kicker aus Hamm wartet am 1. Mai in Wattenscheid. In diesem Vergleich sollten die SV-Fans der Westfalia ganz uneigennützig die Daumen drücken.

Die heimstarken Dortmunder spielen zu Hause noch gegen den SV Lippstadt, Preußen Münster II, SpVgg Vreden und müssen auswärts unter anderem noch in Wattenscheid ran.

Damit wären wir auch schon bei der SG Wattenscheid: Der Ex-Bundesligist empfängt Rhynern, Dortmund und zum Finale noch Lippstadt im eigenen Stadion, kann somit vieles selbst regeln. Dazu kommen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch drei Zähler vom Spielabbruch in Ahlen.

Was für ein verrückter Saison-Endspurt. Mehr Spannung geht nicht. Wahrscheinlich bis zum letzten Abpfiff am 31. Mai, kurz vor 17 Uhr.

Hier ein Blick auf das Restprogramm von Westalia Rhynern, ASC Dortmund, SG Wattenscheid 09 und des SV Lippstadt:

Westfalia Rhynern

65 Punkte / 72:31 Tore

TSG Sprockhövel (H)

Preußen Münster II (H)

SG Wattenscheid (A)

RW Ahlen (H)

SpVgg Vreden (H)

TuS Ennepetal (A)

SG Finnentrop/Bamenohl (H)

Türkspor Dortmund (A)

ASC Dortmund

64 / 73:35

SV Lippstadt (H)

Victoria Clarholz (A)

Preußen Münster II (H)

SG Wattenscheid (A)

SpVgg Vreden (H)

TuS Ennepetal (A)

SG Wattenscheid 09

63 / 61:24

Eintracht Rheine (A)

Westfalia Rhynern (H)

SV Schermbeck (A)

ASC Dortmund (H)

SpVgg Erkenschwick (A)

SV Lippstadt (H)

XXX Spielabbruch bei RW Ahlen

SV Lippstadt

62 / 53:23

ASC Dortmund (A)

Spvgg Erkenschwick (H)

SG Finnentrop/Bamenohl (H)

Victoria Clarholz (A)

Preußen Münster II (H)

SG Wattenscheid (A)

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