SVL 08
Vorschau 2. Oktober 2026

SV Lippstadt: Chefcoach Bechtold steht bis zum allerletzten Tag zu seinen Jungs

Natürlich wollen Max Kamann und der SV Lippstadt in dieser Saison hoch hinaus, aber nach zwei Niederlagen hintereinander würde es schon genügen, wenn die Formkurve im Heimspiel gegen die SpVgg Horsthausen überhaupt wieder nach oben ziegt. ﹘ Foto: Frank Lütkehaus
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Nach zwei Niederlagen in Folge steht der SV Lippstadt vor dem Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Horsthausen unter Druck. Chefcoach Bechtold stellt sich dennoch treu seinen Jungs und fordert einen Sieg, um die Fans im LP-Block zu befriedigen – denn alles andere wäre nur schwer zu verkaufen.

Lippstadt – Aller schlechten Dinge sollen nicht drei sein. Deshalb visiert der SV Lippstadt nach zwei Niederlagen am Stück im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Herne-Horsthausen einen Sieg an. Dabei stehen die Gastgeber allerdings schon ein wenig unter Druck.

Oberliga Westfalen

SV Lippstadt - SpVgg Horsthausen (Samstag, 17 Uhr, Liebelt-Arena)

„Unter Druck stehe ich bei der Arbeit. Fußball ist Hobby und Leidenschaft“, weist Felix Bechtold das mit dem Erfolgszwang weit von sich. Der Cheftrainer stellt sich nach dem 1:4 in Dortmund und dem 0:2 in Vreden vor seine Mannschaft. „Wir gehen unseren Weg weiter, auch wenn er zuletzt etwas holprig war.“

Nur kurz schaute der 35-jährige A-Lizenz-Inhaber auf die jüngsten Niederlagen des Aufstiegsfavoriten zurück: „Wir haben das kritisch und konstruktiv aufgearbeitet. Wir blicken nach vorn und müssen die Ärmel hochkrempeln.“ Die aktuelle Trainingswoche bezeichnete der Coach als gut, um dann noch mal deutlich zu machen: „Das sind meine Jungs und ich stehe zu ihnen bis zum allerletzten Tag!“

Bechtold verwies auf die angespannte personelle Situation: „Wir sind nicht Real Madrid oder Bayern München, die mal eben sechs oder sieben Stammspieler ersetzen können.“ Beim Auswärtsspiel in Vreden habe beispielsweise Oliver Lange nach einem Jahr Verletzungspause die ersten Einsatzminuten in der Oberliga erhalten. Als Ausrede für die zuletzt eher bescheidenen Leistungen wollte er diese Aussage aber nicht verstanden wissen.

Wesentlich mehr Alternativen hat der Lippstädter Trainer am Samstag nicht. Klar, die Langzeitverletzten Tübing, Köhler, Löbel und Tautges fallen weiter aus, zu ihnen gesellt sich K. Sadeghi, der nach seiner Roten Karte aus dem Dortmund-Spiel noch einmal pausieren muss. Auch Böll fehlt am Samstag erneut. Der Mittelfeldakteur hat einen Rückfall erlitten („der Muskel hat zugemacht“) und soll vielleicht im Pokalspiel am Mittwoch gegen BW Lipperbruch sein Comeback feiern. Wulf und Franke (beide zuletzt krank) haben am Mittwoch das erste Mal wieder trainiert und werden gebraucht. Es ist also davon auszugehen, dass sie gegen Horsthausen in der Startelf stehen. Keba und ein weiterer U19-Spieler sollen den Kader am Samstag ergänzen.

Nicht nur die Fans im LP-Block erwarten einen möglichst souveränen Sieg gegen den Aufsteiger. Alles andere als drei Punkte wären von den Schwarz-Roten nur schwer zu verkaufen. Ob Druck oder nicht, alle Beteiligten brauchen diesen Erfolg – dringend! Auch wenn die Oberliga gerade ein bisschen verrückt spielt – anders ist der 6:0-Sieg des SC Verl II gegen Tabellenführer 1. FC Gievenbeck wohl unter der Woche nicht zu erklären.

Beide Mannschaften im Formcheck:

SV Lippstadt: S/S/S/N/N

SpVgg Horsthausen: N/N/S/N/S

Es zählt nur ein Sieg

Zwei Niederlagen hintereinander sind genug. Der SV Lippstadt muss – wie schon in der Vorwoche angekündigt, aber nicht umgesetzt – ein anderes Gesicht zeigen. Im Heimspiel gegen Aufsteiger Horsthausen ist ein Sieg praktisch Pflicht. Unabhängig davon wie angespannt die personelle Situation bei den Gastgebern sein mag. Niemand erwartet eine Galavorstellung. Aber drei Punkte müssen her: Die Sportredaktion tippt 2:0 für den SV Lippstadt.

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