Lippstadt – Neues Spiel, neues Glück: Nach dem enttäuschenden 0:2 im Heimspiel gegen Aufsteiger Kinderhaus zum Saisonauftakt wollen die Kicker des SV Lippstadt bei der Reserve von Preußen Münster ihr wahres Gesicht zeigen.
Oberliga Westfalen
Preußen Münster II - SV Lippstadt (Sonntag, 15 Uhr, Sportpark Berg Fidel)
Der 0:2-Schock scheint mittlerweile verdaut zu sein. „Man kann sich ja vorstellen, dass die Stimmung am Tag danach nicht gerade grandios war“, so Chefcoach Felix Bechtold, „wir hatten alle damit zu kämpfen.“ Der SV Lippstadt, wenn auch von allen anderen Trainern als Top-Favorit auf die Meisterschaft gehandelt, ist nicht der erste Fußballverein, der einen Fehlstart in eine Saison hingelegt hat. „Natürlich hatten wir eine andere Erwartungshaltung, aber es ist halt passiert“, erklärte der Lippstädter Trainer im Nachhinein: „Es war eine bittere Niederlage. Damit muss die Mannschaft jetzt umgehen.“
In der Liebelt-Arena sei es keineswegs so gewesen, dass das Team keine Lust gehabt hätte, und es sei auch nicht alles schlecht gewesen. Nun, der insgesamt schwache Auftritt wurde haarklein analysiert und ist mittlerweile abgehakt.
Jetzt heißt es: Auf zu neuen Ufern! Großartige Änderungen in der Startelf wird es nicht geben (Bechtold: „Ich bin kein Freund davon“). Klar, Torhüter Luca Beermann wurde nach seinem Platzverweis (Notbremse) für zwei Partien gesperrt. Für ihn steht Lukas Struck zwischen den Pfosten. Nicht mitwirken kann auch Yoost Diezemann. Der Neuzugang von Arminia Bielefeld hat sich eine Adduktorenzerrung zugezogen. Außerdem fehlen die Langzeitverletzten Nico Tübing, Nils Köhler, Juan Löbel, Ben Tautges und Oliver Lange.
Ob möglicherweise Umstellungen innerhalb des Teams geplant sind, wollte Bechtold nicht verraten. Vorstellbar wäre, dass Gentrit Muja vom Sturmzentrum auf seine angestammte rechte Seite zurückkehrt. Auch Gerrit Kaiser wäre eventuell eine Option.
Spätestens Sonntagmittag wissen die Fans Bescheid. Egal in welcher Formation, der heimische Spielverein will bei der Drittliga-Reserve seine eigene Taktik durchsetzen und sich nicht nach dem Gegner richten. Aber Münster ist stark. „Eine Top-Mannschaft in der Liga“, weiß Bechtold. Das haben die Preußen beim 3:0-Erfolg in Schermbeck eindruckvoll nachgewiesen. Kapitän der Gastgeber ist der Ex-Lippstädter Luca Steinfeldt, der den zweiten Treffer für Münster erzielte.
Verdammt schwierig
Eins ist mal Fakt! Noch mal wird des SV Lippstadt nicht so schlecht spielen wie zum Saisonauftakt beim 0:2 gegen Aufsteiger Kinderhaus. Das geht gar nicht. Mit der Preußen-Reserve aus Münster kommt jetzt genau der richtige Gegner. Eine Top-Mannschaft, spielerisch gut und technisch stark. An der können sich die Schwarz-Roten schön „abarbeiten“ und zeigen, was tatsächlich in ihnen steckt. Keine Frage, es wird verdammt schwierig. Aber das Bechtold-Team holt am Sonntag den ersten Punkt. Die Sportredaktion tippt 1:1.