SVL 08
Vorschau 26. September 2026

Viele Ausfälle – aber SV Lippstadt will in Vreden eine Reaktion zeigen

Louis Neugebauer (l.) und Maximilian Franke in Aktion: Das wird man so vermutlich in Vreden nicht sehen, denn der aktuelle Topscorer Franke (fünf Treffer) war die ganze Woche krank. Vielleicht reicht es für den Blondschopf gerade noch, um in den Kader zu rutschen. ﹘ Foto: Frank Lütkehaus
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Nach einer deutlichen 1:4-Niederlage in Dortmund und zahlreichen Ausfällen reist der SV Lippstadt am Sonntag zu einem schwierigen Duell gegen Vreden. Cheftrainer Felix Bechtold fordert eine Reaktion seiner Mannschaft, die personell stark geschwächt ist, während die Gastgeber mit dem ligaweit besten Torjäger Hinkelmann antreten werden. Trotzdem will Lippstadt den vierten Sieg in Serie gegen Vreden einfahren.

Lippstadt – Das Ende einer Siegesserie gibt stets die Gelegenheit zum Beginn einer neuen. Ob der SV Lippstadt jedoch nach der 1:4-Pleite in Dortmund nun in Vreden wieder eine erfolgreiche Phase einläuten kann, darf bezweifelt werden. Zu groß erscheinen die personellen Probleme.

Oberliga Westfalen

SpVgg Vreden - SV Lippstadt (Sonntag, 15 Uhr, Hamaland-Stadion)

Der Sechste empfängt den Fünften: Es handelt sich an der holländischen Grenze also um ein Duell aus der oberen Tabellenregion. Wobei der SV Lippstadt nach der jüngsten 1:4-Pleite beim ASC Dortmund einiges gutzumachen hat. „Wir wollen eine Reaktion zeigen und haben große Lust darauf“, so Cheftrainer Felix Bechtold, „wir sind der SV Lippstadt und haben gewisse Ansprüche.“

Das klingt nach einer deutlichen Kampfansage. Allerdings sind die Gäste extrem geschwächt. Denn zu den Langzeitverletzten Nico Tübing, Nils Köhler und Juan Löbel gesellen sich am Sonntag Kiyan Sadeghi (nach seiner Roten Karte in Dortmund für zwei Spiele gesperrt), Lukas Wulf (krank), Maximilian Franke (krank; kommt maximal für eine Kadernominierung in Frage) und auch Nico Böll (Oberschenkelzerrung; schafft es vielleicht in den Kader). Oliver Lange fällt ebenfalls krankheitsbedingt aus. Wenn man also will, stellt sich die Mannschaft des SV Lippstadt in Vreden von allein auf.

All das nach der 1:4-Pleite in Dortmund nach zuvor vier Siegen in Serie. „Das war schon eine Klatsche, die uns ordentlich gewurmt hat“, blickte Bechtold kurz zurück, „aber es war alles andere als eine desaströse Leistung. Die Mannschaft hat bis zur allerletzten Minute gekämpft und ist nach dem 0:3 zurückgekommen. So läuft das halt manchmal im Fußball.“ Der Lippstädter Coach fügte hinzu, dass sein Team jedoch nicht in der Opferrolle sei, sondern selbst einige Aktien in der deutlichen Niederlage gehabt habe.

Am Sonntag soll alles besser werden – trotz der großen personellen Probleme. „Wir werden eine schlagkräftige Truppe aufs Eis schicken und wollen das Spiel gewinnen“, sucht Bechtold nicht nach Ausflüchten, „jetzt müssen eben die anderen Jungs zeigen, was sie drauf haben.“ Als Erstes fallen einem in diesem Zusammenhang Mazlum Bulut, Gerrit Kaiser und Bellal Afghanyar ein.

So oder so: Die Aufgabe im 180 Kilometer entfernten Vreden wird eine echte Herausforderung. Die Gastgeber sind gut in die Saison gestartet und haben mit Hinkelmann (9 Treffer) den aktuell besten Torjäger in ihren Reihen. Gemeinsam mit Nicolas Ostenkötter bildet er eines der gefährlichsten Sturmduos der Liga. Die SpVgg verfolgt einen fußballerischen Ansatz. Zumindest dies dürfte den Schwarz-Roten entgegenkommen.

Felix Bechtold wiederholte es gern noch mal: „Wir spielen als SV Lippstadt voll auf Sieg und wollen einen Dreier landen. Das ist mit dieser Mannschaft durchaus möglich. Wir haben große Lust, eine Reaktion zu zeigen.“ Ein kleiner Mutmacher zum Schluss: Alle vier Duelle gegen Vreden nach dem Regionalliga-Abstieg hat der SV Lippstadt gewonnen.

Beide Mannschaften im Formcheck:

SpVgg Vreden: N/S/U/N/S

SV Lippstadt: S/S/S/S/N

Ein richtig dickes Brett

„Wir sind der SV Lippstadt, haben einen gewissen Anspruch und alle große Lust, eine Reaktion auf die 1:4-Niederlage in Dortmund zu zeigen!“ Ungewohnt forsch gab sich Coach Felix Bechtold vor dem Auswärtsspiel in Vreden. Das ist gut. Schlecht ist allerdings die personelle Situation bei den Schwarz-Roten. Jetzt fehlen auch noch Sadeghi, Böll, Franke und Wulf. Das wird also ein richtig dickes Brett an der holländischen Grenze. Okay, wir folgen dem Optimismus des Trainers: Mit einem leichten Grummeln tippt die Sportredaktion 2:1 für den SV Lippstadt.

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